Federwiege als Therapie bei Top-Drei der Elternprobleme

Profilbild Sarah Steinemann

Kinder-Physiotherapeutin Sarah Steinemann rät zum Einsatz von schwingender Babyhängematte.

Junge Eltern stehen vor einer Menge Herausforderungen. Wenn der Nachwuchs dann auch noch schlecht schläft oder viel schreit, sind Eltern oft ratlos. Die Kinderphysiotherapeutin Sarah Steinemann aus Barnstorf im niedersächsischen Landkreis Diepholz hat tagtäglich sowohl mit Säuglingen als auch behinderten und nicht behinderten Kindern zu tun und kennt daher die Probleme, mit denen frischgebackene Eltern konfrontiert sind.

Top-Drei der Elternprobleme bei Babys

Entwicklungsverzögerungen, Schädelasymmetrien und Schreikinder: Das sind die Hauptschwerpunkte der tagtäglichen Arbeit von Sarah Steinemann. Dabei setzt die Expertin vor allem auch auf Aufklärung und eine ganzheitliche Betrachtung der Probleme. Bei Entwicklungsverzögerungen würden die Kinder zum Beispiel nicht anfangen, sich zu drehen oder zu krabbeln. Schädelasymmetrien wiederum seien das Resultat von zu häufigem Liegen. „Heutzutage verbringen Kleinkinder nicht selten 50 Prozent des Tages in einem Kindersitz oder liegen flach auf dem Rücken. Es bestehen kein Bewegungsfreiraum und die Möglichkeit sich zu drehen, woraus ein enormer Druck am Schädel und im Falle der Kindersitze auch im Lendenwirbelbereich resultiert“, betont die Kinder-Physiotherapeutin.

Erfolgreiche Therapie durch Federwiege mit Babyhängematte

Laut Sarah Steinemann könne gerade in solchen Fällen eine Federwiege mit Babyhängematte eine tolle Lösung sein; sie selbst hat mit dem Produkt des Herstellers Nonomo die besten Erfahrungen gemacht. Diese entlaste die noch weiche Wirbelsäule und verteile das Gewicht gleichmäßig. Druckstellen und der typisch flache Hinterkopf könnten somit vermieden werden. Durch mehr Bewegungsfreiheit würden die Kinder so einen Bewegungsreiz erfahren. Ein weiterer Vorteil sei das Einstellen in eine Seitenlage. „In diesem Moment werden die Hände automatisch zusammengeführt und eine entsprechende Auge-Hand-Koordination findet statt. In einer Federwiege ist es ein ganz anderes Gefühl als auf dem Boden, weil auch der Bewegungsreiz der Feder entdeckt werden kann“, erklärt Sarah Steinemann. Auch bei Babys mit Dreimonatskoliken rät die Expertin zum Gebrauch einer Federwiege. „Die sanften Schwingungen helfen dem Baby sich zu entspannen und Luftansammlungen im Bauch los zu werden. Durch diese Bewegung wird die natürliche Magen- und Darmtätigkeit angeregt und verbessert.“

Reizüberflutung vermeiden – Natur statt Mobile

Im Falle von „Schreikindern“ hat Steinemann ebenfalls gute Erfahrungen mit dem Gebrauch einer Federwiege gemacht. „Unsere moderne Welt ist laut und voller optischer Reize, die ein Baby gar nicht verarbeiten kann. Eine Abschirmung wie sie in der Umgebung einer Babyhängematte entsteht, ist in diesem Fall sehr sinnvoll. Anstatt ein buntes Mobile aufzuhängen, aus dem womöglich auch noch Musik kommt, ist es viel besser, sein Baby in eine Federwiege zu legen und diese an einen Baum im Garten zu befestigen. Ein paar Blätter können wunderbar beruhigend wirken.“